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Sommertreff 2026

Sommertreff in Wallhausen

SVB-Sommertreff 2026 in Wallhausen

Mittwoch, 5. bis Freitag, 7. August

Bei diesem Anlass möchten wir zuerst einmal einen Blick hinter die Kulissen werfen. Bereits im Januar 2026 suchte das mittlerweile eingespielte OK-Team, bestehend aus Lena und Peter Zuber, sowie Ursi und Hampi Weibel, den Kontakt zum Hafenmeister in Wallhausen. Die Idee, den SVB-Sommertreff in diesem Hafen am Überlingersee zu organisieren, wurde schon im Vorjahr geboren. Alsbald stellte sich heraus, dass der ansässige Yachtclub eine Fahrtenwoche in Planung hatte. Dies anfangs August, während der Hochsaison auf dem üblicherweise überfüllten See. Doch ein Versuch wäre es wert. Ein Entscheid, der sich als richtig erweisen könnte. Im Laufe des Frühlings gewann die Vorbereitung an Fahrt. Kontakte wurden verfeinert und Reservationen bestätigt. Was nicht auf der Rechnung stand, war der anzunehmende Wasserstand. Bekannterweise im Jahre 2026 Gegenstand endloser Diskussionen und Spekulationen. Die bekannten Informationsquellen über die Situation in Wallhausen sprachen sich allesamt über einen viel zu geringen Wasserstand im Hafen aus. Nervensache. Bei Pegelstand 284 kam nun die Erfahrung ins Spiel. Wir konnten den Anlass mit allen Schiffen, teilweise mit beeindruckenden 1.85 Meter Tiefgang, durchführen. Beim zaghaften Einlaufen fiel manchem Kritiker ein grosser Stein vom Seglerherz; geschafft!

Mittwoch, 5. August
Bereits am Mittwochnachmittag traf der Grossteil der gemeldeten Schiffe ein. Viele erfreut, ja einigermassen erstaunt, dass am Liegeplatz teilweise bis zu fünfzig Zentimeter Wasser unter dem Kiel zu messen waren. Ralf Kaufmann, der lokale Hafenmeister, teilte schon am Vortag die Plätze ein. Zur Freude des OK-Teams, welches nun die beruhigenden Nachrichten über die Zuteilung an alle Teilnehmer mitteilen konnte. Erste Begegnungen, Begrüssungen und auch aktuelle Erfahrungsaustausche fanden statt. Ein spontan organisiertes Nachtessen im neu eröffneten Rossini brachte uns zusammen. Italianità mit etwas Geduld, doch alle kamen schlussendlich zum Gericht ihrer Wahl. Der erste Abend verlief unterhaltsam und endete bei einigen Seglern mit einem angeregten Schlummertrunk auf Nachbars Schiff.


Der Donnerstagmorgen stand zur freien Verfügung und wurde von den bereits anwesenden Teilnehmern zur Erkundung und sportlichen Wanderung genutzt. Die im Mai wieder eröffnete Marienschlucht wäre eine beliebte Option gewesen, leider fehlte die entsprechende Zeit. Der nahe Teufelstisch konnte einfacher besucht werden. Badende stellten sich auf diese geologisch höchst interessante Felsplatte, die zu diesem Zeitpunkt nur geschätzte 40 Zentimeter unter dem Wasserspiegel lag.

Ab 12.30 Uhr Eintreffen der Schiffe (keinesfalls vor 12.00 Uhr!), so lautete der Auftrag. So konnten wir auch noch die restlichen SVB-Mitglieder zum «Ansegeln und Anmotoren» begrüssen.

Am Nachmittag folgte unser Ausflug nach Überlingen mit einer Führung durch die Altstadt. Das vielversprechende und durchaus spannende Thema lautete: «Überlingens historische Schätze». Wir trafen unsere Tourismusspezialisten beim Lenk-Brunnen. Einem Monument des bekannten Künstlers aus Bodman; frivol und amüsant gestaltet, mit einem zarten Hauch von kritischer Satyre über politische Themen und gesellschaftliche Missstände. Der Höhepunkt des Rundgangs gipfelte bei der Besichtigung des Ratssaals. Erreichbar über eine steinerne Wendeltreppe im Obergeschoss. Diese historische Stätte zählt zu den schönsten spätgotischen Ratssälen in Süddeutschland. Integriert in diesem Palast liegt im östlichen Teil der Pfennigturm, der damals die Stadtkasse beherbergte. Darüber ist das Büro des Oberbürgermeisters. Von aussen leicht an den Geranien vor dem Fenster erkennbar. Das angrenzende Sankt-Nikolaus-Münster, so erfuhren wir von unserem belesenen und informativen Stadtführer Ueli, sei die Stadtpfarrkirche. Die fünfschiffige Basilika wurde im Stil der Spätgotik errichtet, klassisch geschmückt und ausgestattet. Später durften wir auch noch die unweit entfernte Franziskanerkirche besichtigen, die uns im Innern mit ihrem hellen, barocken und freundlichen Rokokostil an die rosafarbene Wallfahrtskirche im nahen Birnau erinnerte.
Nach der zweistündigen Führung durch die mittelalterlichen Gassen fanden einige den logischen Weg zum Haus Greth und genehmigten sich ein wohlverdientes Erfrischungsgetränk. Bei den beliebten Weinfässern sitzend und die grosszügige Promenade und den nahen Landungssteg beobachtend. Die Rückfahrt mit dem letzten Kursschiff, der MS Seegold, brachte uns wieder über den See.
 

Zum Apéro und Nachtessen im Landhotel Bodensee wartete eine luftig kühle, gut beschattete Terrasse auf uns. Ein trinkfreudiger, perliger Bodensee-Rosé-Secco stand bereit. Nach dem marktfrischen Salat folgte ein Hauptgang mit Roastbeef an Sauce Béarnaise oder alternativ
ein Saiblingsfilet an hiesiger Rieslingsauce.
Unser Präsident, Herbert Roth, lobte die anwesenden Organisatoren, dankte für den gelungenen Anlass und wiederum einen unvergesslichen Sommertreff.

Am Freitagmorgen nutzten noch einige Clubmitglieder die Möglichkeit, im Landhotel ein deftiges Frühstück zu geniessen. Zum Abschluss folgte eine Heimfahrt unter Motor oder mit aufgeblähten Segeln, je nach Möglichkeit, Wind und Wetterlage, zurück ans Schweizer Ufer.

Für den Vorstand, Fredy Keller

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